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Wertschätzung lernen

Die Einflussmöglichkeiten der Führungskräfte mit Personalverantwortung auf die Gesundheit und Motivation ihrer Mitarbeiter wird oft unterschätzt. Dabei schreibt man einer als gut erlebten Unternehmenskultur zu - so schreibt die AOK zum Fehlzeitenreport 2016 - , "dass sie die Arbeitszufriedenheit und das Gesundheitsbefinden und damit letztlich auch den Erfolg des Unternehmens maßgeblich beeinflusst."
In diesem Seminar lernen Führungskräfte, wie sie zielgerichtet und bewusst durch wertschätzendes Handeln Arbeits- und Teamprozesse verändern und effektiver gestalten. 
Die demographische Entwicklung rückt den Menschen und sein Leistungspotenzial in den Fokus der Unternehmen. Die Belegschaften werden älter, die Lebensarbeitszeit verlängert sich, und es mangelt schon in vielen Branchen an Nachwuchskräften. Die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens hängt zunehmend davon ab, wie leistungsfähig und motiviert Menschen ihre Arbeit bewältigen. Und dafür brauchen Menschen Wertschätzung. Man nennt sie das zweite Gehalt des Mitarbeiters. Insbesondere bei älteren Arbeitnehmern ist Wertschätzung ausschlaggebend für die Arbeitsfähigkeit, wies Prof. Juhani Ilmarinen (Arbeitsfähigkeit, 2010, S. 238) nach.
Wertschätzung lernen - das Buch zum Training

Dabei bestätigt der Stand der Forschung den Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und Führung. Führungskräfte können grundsätzlich nicht nur als Vorbild über eine gesunde Selbstführung, sondern auch durch die Gestaltung der Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit der Beschäftigten Einfluss nehmen. Im Sinne einer mitarbeiterorientierten Führung nutzt die Führungskraft die Möglichkeiten einer zweiseitigen Kommunikation, Transparenz und Offenheit – und zeigt Wertschätzung.

Auch wenn in der betrieblichen Praxis die Zusammenhänge oft noch zu wenig berücksichtigt werden, so gehen wir davon aus, dass Vertrauen, konstruktives und regelmäßiges Feedback, Anerkennung und eine wertschätzende Kommunikation das Wohlbefinden der Mitarbeiter positiv beeinflussen.

Ihr Nutzen
als Teilnehmende des Seminars "Wertschätzung lernen" 
Führungskräfte lernen in diesem Seminar, worauf es bei der wertschätzenden Führung ankommt.
Als Teilnehmende dieses Seminars...
  • erkennen Sie die Wichtigkeit der Wertschätzung für Arbeitszufriedenheit, Leistung und Gesundheit Ihrer Mitarbeiter
  • verstehen Sie, dass einzelne Menschen Wertschätzung unterschiedlich ausdrücken und empfinden
  • erhalten Sie konkrete, flexibel einsetzbare Tools für mehr Wertschätzung im Führungsalltag
 

Die Inhalte

Der Begriff „Wertschätzung“ wird grundsätzlich als eine Haltung im Kontext von Beziehungen verstanden; Wertschätzung bedeutet, Qualitäten und Fähigkeiten anzuerkennen und dem anderen gegenüber Interesse, Achtung und Toleranz zu zeigen. Trotz dieser gegebenen Grundhaltung und trotz guten Willens wissen Führungskräfte oft nicht, wie genau sie nun dieser Wertschätzung Ausdruck verleihen können.

Im Verlauf des Trainings werden unter anderem dazu Modelle und Techniken vorgestellt und diese dann auf ihren Transfer in den Arbeitsalltag hin weiter analysiert, diskutiert, bearbeitet – und insbesondere als persönliche Lösungen im Arbeitsumfeld umgesetzt.

Neben den allgemein bekannten Dimensionen gesunder Führung (Ressourcenaufbau, Transparenz, Interesse usw.) gehören zu den weiteren Inhalten des Seminars Übungen zum professionell konstruktiven Feedback, z.B. mit Hilfe eines erweiterten Modells der Sandwich-Technik, und insbesondere Umsetzungen zu den „5 Sprachen der Wertschätzung“, also z.B. in den Bereichen Hilfestellung, Qualitätszeit und „Geschenke“.

  • Die Zusammenhänge zwischen Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) und „Wertschätzendem Verhalten“
  • Ein Werkzeugkasten für die Anwendung von „Wertschätzendem Verhalten“
  • Die 5 Sprachen der Mitarbeitermotivation - Gary Chapman gibt viele ausführliche Informationen dazu.
  • Reale Verhaltensmöglichkeiten in schwierigen Situationen
  • Konkrete Hinweise für das Durchführen des Lernprozesses und das Erleichtern der gewünschten Verhaltensänderungen

Die Methoden

  • Vortrag, Plenumsdiskussionen und moderierte Fallbearbeitung
  • Einzelarbeit, Paar- und Gruppenarbeit mit Hilfe eines umfangreichen, aktuellen Begleit- und Arbeitstexts
  • Rollenspiele und themenzentrierte Interaktionsmöglichkeiten
  • Individuelle Trainerbegleitung bei persönlichen Fragestellungen und erforderlichem realem Transfer

Die Bewährte Struktur eines Seminars
"Wertschätzung lernen"

​Durch die 3-Phasen-Struktur „Input – Training – Begleitung“ wird ein Trainingsverlauf angeboten, der vor allem an den Kriterien Effektivität und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist:

  • Zunächst werden die Teilnehmer in einem Impulsvortrag, verbunden mit ersten Diskussionen, an das Thema herangeführt. Als projektbegleitendes Trainingsmaterial erhält jeder Teilnehmer ein Exemplar des Handbuchs „Wertschätzung lernen: Ein Praxisbuch zum betrieblichen Gesundheitsmanagement und zum Selbstcoaching für Führungskräfte“ (ISBN-13: 978-3844819601).

 

 

 

 

 

 

 

  • Ca. 10 Tage später werden in einem eintägigen Workshop einzelne Schwerpunkte diskutiert und umsetzbare Lösungsansätze erarbeitet. Natürlich ergeben sich hierbei für unterschiedliche Arbeitsbereiche und Teams auch unterschiedliche Szenarien, in denen wertschätzendes Verhalten gezeigt werden kann.

  • Wiederum ca. 10 Tage später erhalten die Führungskräfte die Möglichkeit, in einem persönlichen Coaching ihre bisherigen Verhaltensänderungen zu besprechen und zu reflektieren, gegebenenfalls auch mit der Unterstützung des Coachs neu zu definieren.

Durch die Struktur dieses Trainingsverlaufs ist gewährleistet, dass die Teilnehmenden

  • über mehrere Wochen und insofern nachhaltig mit dem Thema beschäftigt sind

  • sich durch das Aufteilen von Präsenztraining und eigenverantwortlicher Erarbeitung des Inhalts mit Hilfe des Buches selbstständig Schwerpunkte setzen

  • durch das persönliche Coaching individuelle Herausforderungen reflektieren und besprechen können

 
Das Seminar wird ebenfalls durchgeführt als:
 - Impulsvortrag/Workshop
 - zweitägiges Kompakttraining

(Teil-)Ergebnisse des Seminars "Wertschätzung lernen"

In spontanen Punktabfragen und Interviews zeigt sich, dass in einer Selbsteinschätzung einige der im Training diskutierten Verhaltensweisen vermehrt gezeigt werden (N=68), insbesondere „Feedback geben“ und „loben“ wurden dabei hervorgehoben.
Ihr Trainer
 - lehrt effektiv, wertschätzend und ist international erfahren... - 
Lesen Sie hier mehr.
Edwin Lemke - Wertschätzung lernen

Die Blended Learning Spalte-

was Sie vor dem Seminar erfahren:

5 Dinge,
die Sie über Wertschätzung
wissen sollten

1. Definition „Wertschätzung“

Wertschätzung bezeichnet allgemein die positive Bewertung eines anderen Menschen. Sie basiert auf einer inneren allgemeinen Haltung anderen gegenüber und betrifft einen Menschen als Ganzes. Wertschätzung bezieht sich somit weniger auf Taten oder Leistungen, auch wenn die Einschätzung über eine Person die Wertschätzung beeinflusst. Sie ist verbunden mit Respekt, und drückt sich aus in Zugewandtheit, Interesse, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

Und was bedeutet Respekt? Damit wird meist die zwischenmenschliche Beziehung gemeint, es können allerdings auch Gruppen, Institutionen, Tiere oder Moralansichten gemeint sein. Eine respektvolle Haltung schließt bedenkenloses egoistisches Verhalten aus. Allerdings können kulturell bedingte Verschiedenheiten im Verhalten oder in der Selbstwahrnehmung auch unbeabsichtigt den Anschein von Respektlosigkeit erwecken. Für diese spezielle weitere Problematik empfiehlt sich dann die Beschäftigung mit den Aspekten der Diversität.

2. Das ist das Einfachste
 
„Ein Kompliment ist Sonnenschein mit Worten.“
Phil Bosmans

 

Zwar tun wir uns manchmal schwer, ein Kompliment zu machen und etwas beim anderen wertzuschätzen – aber kleine Bemerkungen wirken manchmal Wunder.

Viele interessante Beispiele finden Sie im Blog bei Rosa Stark.

Natürlich ist es dabei wichtig, dass derjenige, der das Kompliment erhält, den eigenen Selbstwert steigern möchte – und zulässt, dass andere Komplimente machen! Für Führungskräfte gilt dann: Entwickeln Sie eine Kultur der Komplimente; bestärken und unterstützen Sie kleine Bemerkungen wie „Das ging ja schnell!“ und „Das sieht prima aus!“ und „Sie sind so zuverlässig!“ Und - gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Gehen Sie mit Komplimenten selbstbewusst um. Machen Sie Komplimente.

3. Warum auch kleine Geschenke doppelte Wirkung haben

Erfolgreich Wertschätzende wissen, wie sie durch kleine Geschenke für Kollegen das Selbstwertgefühl steigern – und zwar nicht nur für den Empfänger, sondern auch der Schenkende erfährt, dass er damit ein kleines bisschen für sich selbst tut und seinen eigenen Selbstwert stärken kann – unabhängig vom Wert des Geschenks. 

 

„Wenn du Guten etwas schenkst,
dann schenkst du einen Teil dir selber.“
Publilius Syrus, wahrscheinlich 90 – 40 v. Chr.

Viele weitere interessante Informationen zur Psychologie des Gebens und Schenkens finden Sie in diesem Artikel.

4. Wie Sie bei Ihren Kolleginnen und Kollegen Selbstwertgefühl stärken

Auch dieser Aspekt der Wertschätzung gelingt am besten, wenn ich zunächst für mich selbst die Frage beantworten kann: „Wie stärke ich mein Selbstbewusstsein?“

5 Schritte, wie wir unser Selbstbewusstsein steigern

  • Der einfachste Schritt: Gehen Sie aufrecht. Stehen Sie fest mit beiden Beinen.
    Warum das hilft: Unser Hormonhaushalt wird durch unsere Körperhaltung verändert, wie Amy Cuddy herausgefunden hat. Schauen Sie einmal nach bei diesem Video zum Thema Powerposing

  • Ein weiterer wichtiger Schritt: Wer Selbstbewusstsein steigert, muss sich selbst akzeptieren. Was wir oft falsch machen: Wir vergleichen uns mit anderen. Selbstakzeptanz bedeutet, auch zu Fehlern zu stehen – denn aus denen lernen wir ja. Was nicht bedeutet, dass wir uns uneingeschränkt „super“ finden müssen.
    3 Übungen zur Selbstannahme bietet die karrierebibel.

  • Der dritte Schritt: Wir vermeiden Abwertung. Damit ist, vorsichtig ausgedrückt, gemeint, sich nicht selbst „fertig zu machen“, wenn man einen Fehler gemacht hat. Achten Sie einmal auf Ihre innere Stimme, was Sie sich sagen, wenn Ihnen etwas runterfällt oder wenn Sie etwas falsch geplant haben oder wenn Sie etwas Falsches gesagt haben. Beschimpfen Sie sich – oder trösten Sie sich? Da Sie ja Ihr ganzes Leben lang mit sich zusammen sind, sollten eigentlich aufmunternde Worte an sich selbst ganz selbstverständlich sein, nicht wahr?
    Versuchen Sie auch einmal, „positive Schwächen“ zu definieren: Wenn Sie an Ihre Schwäche(n) denken – was ist der Vorteil dieser Handlung oder dieser Einstellung, so lange Sie es nicht übertreiben? Was ist die positive Absicht? Und ist es wirklich immer ganz schlimm? Und was könnten Sie vielleicht anders machen?

  • Gehen Sie also wertschätzend mit sich selbst um. Trösten Sie sich bei Pannen. Nehmen Sie sich in den Arm. Und seien Sie stolz auf Ihre Erfolge. Feiern Sie, wenn Sie etwas erfolgreich fertig gestellt haben. Belohnen Sie sich mit Kleinigkeiten.

  • Und wenn wir soweit erfolgreich waren und unser Selbstbewusstsein gesteigert haben, sind wir beim letzten Schritt: Ein systematisches Vorgehen für mehr Selbstwertgefühl. Einen sehr strukturierten Weg bietet Nathaniel Branden mit den „6 Säulen des Selbstwertgefühls“ - einen Überblick finden Sie in diesem kurzen Video.
     

 

 

 

 

 

 

 

Auf dieser Checkliste finden Sie 20 Tipps, um Ihr Selbstbewusstsein zu stärken, von „Gehen Sie aufrecht“ bis „Sich selbst lieben lernen“.

Und - wie unterstreiche ich das Selbstbewusstsein bei anderen?

Grundsätzlich gilt meist: Was wir selbst erfahren haben, können wir in anderen Situationen ebenfalls transferieren und anwenden. Das bedeutet also, wenn wir unser eigenes Selbstbewusstsein entwickelt und erarbeitet haben, können wir mit den gleichen Techniken auch unsere Mitarbeitenden beeinflussen: Kommunizieren Sie mit anderen so, wie Sie mit sich selbst fürsorglich, bestärkend und motivierend umgehen.

Ein weiterer interessanter Gedanke ist hierbei, dass Männer und Frauen auf unterschiedliche Aspekte ihrer Selbstsicherheit setzen (könnten), wie eine bei Statista veröffentlichte Studie zeigt:

Woraus ziehen Frauen ihre Selbstsicherheit?

 

Woraus ziehen Männer ihre Selbstsicherheit
(nach Meinung der Frauen)?

 

Auch wenn wir nun nicht in ein Stereotyp verfallen wollen, so bestärkt uns dies auf jeden Fall mit dem Hinweis, dass wir keine Rezepte für den Umgang mit unseren Mitarbeitenden haben: Um erfolgreich wertzuschätzen, müssen wir auf unseren ganz speziellen und individuellen Kommunikationspartner achten.

5. Das ist der Grund,
warum Sie sich weiter steigern werden

Die Kompetenz, Wertschätzung zu zeigen, werden wir nicht in einem Tagestraining erwerben. Die Entwicklung dieser Kompetenz ist ein lebenslanger Prozess. Insofern gilt auch hier: Seien Sie gnädig mit sich selbst. Gehen Sie kleine Schritte – und akzeptieren Sie sie bei sich selbst.

 

Das Schöne und Motivierende ist ja, dass wir nicht auf ein neues Kommunikations-Training warten müssen, in dem wir Empathie lernen oder unser soziales Lernen entwickeln, sondern in jeder Alltagssituation können wir Kommunikation lernen, Wertschätzung zeigen und unsere Kompetenzen erweitern. Und mit jedem kleinen Erfolg können wir unser Selbstbewusstsein steigern und immer selbstverständlicher unsere Möglichkeiten erweitern.
Viel Spaß dabei!

Gesund führen - Selbstsicherheit der Frauen
Gesund führen - Selbstsicherheit der Männer
Gesund führen - Powerposing
Gesund führen - Selbstwertgefühl

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